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Neubau: ECH Elektrochemie Halle investiert 2,5 Millionen Euro auf dem Weinberg Campus

Die Erfolgsgeschichte vom weinberg campus wird fortgeschrieben. Für rund 2,5 Millionen Euro wird die Firma ECH Elektrochemie Halle GmbH ein neues und eigenes Firmengebäude in Heide-Süd errichten. Das gaben heute ECH-Geschäftsführer Dr. Michael Hahn und Halles Wirtschaftsdezernent Wolfram Neumann bekannt. Die Verträge sind bereits unter Dach und Fach, der Bauantrag gestellt. Der offizielle Baustart für das Firmengebäude, das nahe des Fraunhofer CSP mit Adresse Otto-Eißfeldt-Straße 8 entstehen soll, ist am 18. September. Zum ersten Spatenstich um 15 Uhr werden hochrangige Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erwartet.

Ansiedlung als deutliches Indiz für die Attraktivität des Standorts Halle

Die Absicht, die Firma zu vergrößern, besteht schon seit fünf Jahren. „Wir haben uns aber Zeit gelassen, um den perfekten und besten Standort zu finden“, sagt Michael Hahn. „Aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen, der guten Betreuung und Unterstützung seitens der Stadt und dem weinberg campus e. V. haben wir uns für Halle entschieden.“ Fakt ist, dass die ECH Elektrochemie Halle GmbH mit diesem Schritt und ihrem Standort-Bekenntnis stärker als bislang das Profil im halleschen Technologie- und Gründerzentrum mitprägen wird. Wolfram Neumann, der sich persönlich für das Investitionsvorhaben stark machte, hat maßgeblichen Anteil am Ansiedlungserfolg. „Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung. Der Entschluss, hier zu investieren, ist ein deutliches Indiz für die Attraktivität des Standorts. Der weinberg campus“, so Neumann, sei weit mehr als nur der zweitgrößte Technologiepark Ostdeutschlands. „Er steht seit über zwei Jahrzehnten für Gründergeist, für gewachsene Wissenschafts- und Industrie-Strukturen mit höchst innovativen, vergleichsweise jungen Branchen, die sich in den letzten Jahren verstärkt ansiedeln. Darüber hinaus gehöre Dr. Michael Hahn zu den ersten Gründern im TGZ und sei mit all den hiesigen Standortvorteilen vertraut. „Im TGZ Halle sind die Wege kurz. Man ist vernetzt – einerseits zu Unternehmerkollegen, andererseits zu Wissenschaftlern von hiesigen Forschungsinstituten und von der Martin-Luther-Universität Halle. Dieser persönliche, intensive Austausch ,über den Flur‘ und das Interesse für die Tätigkeit des anderen ist ein Standortvorteil, der heute höher bewertet wird, als noch vor Jahren, als es nur um Infrastrukturvorteile ging“, so Neumann.

Analyseverfahren aus Halle haben weltweiten Ruf

Doch zurück zur ECH Elektrochemie Halle. Mit seinen elektrochemischen Analyseverfahren hat sich die Firma weltweit einen Namen gemacht. Das seit 1992 im halleschen Technologie- und Gründerzentrum ansässige Unternehmen besitzt mehr als 20 Patente und entwickelt und produziert Standardanalysegeräte wie auch maßgeschneiderte Messtechnik für jegliche analytische Problemstellungen. Erfolgreich agiert das Unternehmen etwa im Bereich der Abwasser-Analytik, wo Hahn 2010 ein neues Verfahren zur Behandlung von Schwefelwasserstoff in Abwasser-Kanälen vorstellen konnte.

Mit dem Neubau wird sich die räumliche Kapazität des Unternehmens auf rund 1.500 Quadratmeter fast verdoppeln. Doch das ist nur ein Aspekt. „Erstmals sind die Räumlichkeiten exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten“, erklärt Hahn. So werden die Bereiche zur Erprobung sowie zur Entwicklung von Analysen-Messtechnik und der anschließenden Geräte-Fertigung räumlich so sortiert, dass sich die Fertigungsabläufe optimieren lassen. Parallel dazu wird es Technikums-Räume geben, wo man mit Messtechnik auch experimentieren kann, um neue Messverfahren zu entwickeln. Ziel sei es immer, Analysenverfahren zu vereinheitlichen, also zu normen. „Wir sind momentan gerade dabei, eine solche neue Norm für die Abwasseruntersuchung zu erstellen. Wenn es uns gelingt, diese zum Abschluss zu bringen, erschließt sich für unsere Gerätetechnik ein neuer Markt“, ist sich der 53-Jährige sicher.

Mit dem Neubau entstehen neue Arbeitsplätze

Analyse hin oder her: Wie analysiert der Firmen-Chef seinen geschäftlichen Erfolg? Neben dem fachlichen Know-how ganz sicher auch durch den Entschluss, frühzeitig seinen Fuß in ausländische Märkte zu setzen, neben fast allen Ländern in Europas auch in den arabischen und asiatischen Raum. Mittlerweile nutzt die ECH GmbH weltweite Kontakte und bedient Kundschaft in China, Vietnam, Saudi Arabien, Kuwait, Thailand, Ägypten, Kenia, Südafrika, Portugal und Indien. So sind die Analysegeräte der Hallenser weltweit gefragt – hauptsächlich von den großen Energieversorgern. Augenmerk liegt hier auf der Überwachung von ölgekühlten Großtransformatoren mittels Gasanalyse, erklärt Hahn. Mithilfe dieser Messung lasse sich konkret feststellen, ob ein Trafo richtig funktioniert.

Michael Hahn, der 20 Mitarbeiter beschäftigt, stellt mit dem Neubau zehn weitere Arbeitsplätze in Aussicht. „Wir suchen Mitarbeiter für die  Geräte-Fertigung und für den Kaufmännischen Bereich sowie auch Vertriebsmitarbeiter.“

Kontakt und Infos unter: www.ech.de

Quelle: www.wissenschaft-in-halle.de

 

 

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